Warnsignale erkennen
Wann ist es noch normal, wann wird es kritisch? Ein klarer Blick auf die drei Stufen — von altersüblich über dysreguliert bis hin zu einer ernsthaften Störung.

Nicht die Bildschirmminuten allein sind entscheidend, sondern ob andere Lebensbereiche verdrängt werden. Die AWMF-Leitlinie orientiert sich am Verdrängungsprinzip: Wird Schlaf, Bewegung, Schule oder Sozialleben beeinträchtigt? Die folgenden drei Stufen helfen Ihnen, die Situation einzuordnen.
Was ist die AWMF-Leitlinie?
AWMF steht für Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Diese Dachorganisation vereint über 180 medizinische Fachgesellschaften in Deutschland und gibt evidenzbasierte Leitlinien heraus — also Handlungsempfehlungen, die auf dem aktuellen Stand der Forschung beruhen.
Die hier zugrunde liegende Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs bei Kindern und Jugendlichen definiert klare Kriterien, wann Mediennutzung problematisch wird. Sie orientiert sich nicht an starren Zeitlimits, sondern am Verdrängungsprinzip: Kritisch wird es, wenn Schlaf, Bewegung, Schule oder Sozialleben unter dem Medienkonsum leiden.
Schnelltest
Wo steht Ihr Kind?
Beantworten Sie 8 kurze Fragen zu Alltagssituationen. Am Ende erhalten Sie eine persönliche Einschätzung mit konkreten Empfehlungen.
Die vereinbarte Bildschirmzeit ist vorbei. Wie reagiert Ihr Kind?
Es ist Nachmittag und keine Schule. Was macht Ihr Kind am liebsten?
Wie schläft Ihr Kind unter der Woche ein?
Wie läuft es in der Schule oder mit Hausaufgaben?
Wie geht Ihr Kind mit Langeweile oder Frust um?
Wie sieht es mit Freundschaften und sozialen Kontakten aus?
Gibt es bei Ihnen zu Hause Regeln zur Mediennutzung?
Wie viel bewegt sich Ihr Kind täglich (außerhalb der Schule)?
Nächste Schritte
Egal wo Sie stehen — es gibt konkrete Maßnahmen, die sofort helfen.